Medienkonzept

IPad im Deutschunterricht

Die Medienlandschaft entwickelt sich rasant. Neue Medien ermöglichen nicht nur passiven Konsum, sondern fördern Interaktion und aktive Teilhabe. Für Schüler:innen wird es immer wichtiger, selbstständig Wissen zu erwerben, kooperativ zu lernen und digitale Werkzeuge sinnvoll zu nutzen.
Digitale Geräte und das Internet eröffnen neue Chancen: Sie fördern Kreativität, Neugier und Inklusion im Unterricht. Unsere Lehrkräfte spielen dabei eine zentrale Rolle – sie vermitteln nicht nur technische Fähigkeiten, sondern vor allem Medienkompetenz: das kritische Bewerten von Inhalten, das Gestalten eigener Beiträge und das Verständnis von Medienproduktion.

Trotz aller Digitalisierung bleibt in der Grundschule der Fokus auf klassischen Medien wie Stift, Papier und Büchern. Neue Medien ergänzen den Unterricht, ohne die bewährten Methoden zu ersetzen.

Medien als selbstverständliche Kulturtechnik im Schulalltag

Durch den sinnvollen Einsatz von iPads und Internet ergänzen wir unsere bewährte Lernkultur. Ziel ist es, Medienkompetenz als Schlüsselqualifikation zu entwickeln: verantwortungsvolles Handeln und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit stehen dabei im Mittelpunkt.

In der 1. Klasse lernen die Kinder spielerisch den grundlegenden Umgang mit dem iPad kennen. Dazu gehören einfache Handgriffe wie das Öffnen und Schließen von Apps oder das Anschließen von Kopfhörern. Der Fokus liegt darauf, die Geräte als Werkzeug zu begreifen und sicher zu nutzen.
Mit der App Book Creator. erstellen  die Kinder im Sachunterricht ein eigenes Buch der Jahreszeiten.

Ipad im Deutschunterricht - Digitales Diktat

Dabei üben sie:

  • die farbige Gestaltung von Seitenhintergründen,
  • das Einfügen und Formatieren von Texten,
  • den Umgang mit dem Zeichenstift, um eigene, einfache Illustrationen zu erstellen,
  • das Aufnehmen von Audiobeiträgen, z. B. für kurze Erklärungen oder Geschichten, und
  • das Erstellen und Platzieren von Fotos.

So entstehen individuelle, digitale Bücher, die nicht nur das fachliche Wissen vertiefen, sondern auch die Kreativität und Medienkompetenz fördern.

In der 2. Klasse erweitern die Kinder ihre Fähigkeiten und setzen das iPad als kreatives Werkzeug ein. Mit der App Stop Motion produzieren sie kurze Erklärvideos zu selbstgewählten Themen. Dabei lernen sie:

  • das Planen und Strukturieren von Inhalten,
  • das Erstellen von Bild-für-Bild-Animationen,
  • das Vertonen und Gestalten eigener Filme.

Durch diese Projekte entwickeln die Kinder nicht nur technische Fertigkeiten, sondern auch Teamfähigkeit, Präsentationstechniken und ein Verständnis für digitale Medien als Ausdrucksmittel.

Besonders in der 3. und 4. Klasse fördern digitale Medien das selbstständige Üben und ermöglichen eine intensive, vertiefte Auseinandersetzung mit den Lerninhalten. So entstehen zum Beispiel:

  • Stop-Motion-Videos im Religionsunterricht,
  • GreenScreen-Aufnahmen im Englischunterricht oder
  • kreativ vertonte Märchenaufnahmen im Deutschunterricht.

Diese Projekte stärken nicht nur die Medienkompetenz, sondern auch die Kreativität und das eigenständige Lernen. Digitale Bildung ist für uns dabei nicht nur ein Werkzeug, sondern eine wichtige Vorbereitung auf die Zukunft – sie vermittelt Fähigkeiten, die Kinder in einer zunehmend digitalisierten Welt benötigen.

Der Prozess erfolgt schrittweise: Wir führen langsam heran, arbeiten kontinuierlich weiter und setzen konsequent fort. Digitale Medien sollen als natürliches Hilfsmittel wahrgenommen werden – ohne dass praktische Erfahrungen und die Auseinandersetzung mit der Lebenswirklichkeit an Bedeutung verlieren.

Die IHS ist gut mit digitalen Medien ausgestattet. Jeweils zwei Kinder können in verschiedenen Unterrichtstunden ein und dasselbe iPad nutzen, es sich also teilen.

In jedem Klassenraum und im Musikraum steht jeweils ein Touchpanel zur Verfügung. Auf dieser  digitalen Tafel kann ganz normal geschrieben und Unterrichtsinhalte können in unterschiedlichen Farben dargestellt werden. Es gibt auch die Möglicihkeit Lernsoftware über die Tafel zu nutzen, Videosequenzen abzuspielen oder eine Kamera anzuschließen, um z.B. Arbeitsergebnisse von Kindern an der Tafel zu präsentieren. 
Um den Umgang mit der Computermaus und das Navigieren auf einem normalen Desktop-PC zu üben stehen im Computerraum 6 PC zur Verfügung. Hier werden in der 4.Klasse auch „Forderstunden“ zum Programmieren mit dem Mini-Computer „Calliope“ angeboten. 

Orientierung

Beim „Digitale Lernen“ orientiert sich die IHS an den Vorgaben (Bildungsstandards) des Medienkompetenzrahmens NRW. Da sind unterschiedliche Bereiche aufgelistete, die beschreiben, welche Fähigkeiten Kinder in einer digitalen Welt beherrschen sollten.
Hier finden Sie eine Übersicht der unterschiedlichen Bereiche.

Beschreibt die technische Fähigkeit, Medien sinnvoll einzu setzen und ist die Voraussetzung jeder aktiven und passiven Mediennutzung.

Umfasst die sinnvolle und zielgerichtete Auswahl von Quellen sowie die kritische Bewertung und Nutzung von Informationen.

Heißt, Regeln für eine sichere und zielgerichtete Kommunika tion zu beherrschen und Medien verantwortlich zur Zusammen arbeit zu nutzen

Bedeutet, mediale Gestaltungsmöglichkeiten zu kennen und diese kreativ bei der Planung und Realisierung eines Medienproduktes einzusetzen.

Einerseits umfasst diese Kompetenz das
Wissen um die Vielfalt der Medien, andererseits die kritische Auseinan-
dersetzung mit Medienangeboten und dem eigenen Medienverhalten.
Ziel der Reflexion ist es, zu einer selbstbestimmten und selbstregulier-
ten Mediennutzung zu gelangen.

Verankert eine informatische Grundbildung als elementaren Bestandteil im Bildungssystem. Neben Strategien zur Problem­lösung werden Grundfertigkeiten im Programmieren vermittelt sowie die Einflüsse von Algorithmen und die Auswirkung der Automatisierung von Prozessen in der digitalen Welt reflektiert.